Information vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg

Seit mehreren Jahren versucht die Firma MPLC GmbH (Motion Picture Licensing Company) auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen und geht unter anderem auf Kommunen, Schulen, Horte und Kindertagesstätten zu und fordert urheberrechtliche Gebühren für die öffentliche Wiedergabe von Spielfilmen und Serien in den Fernsehprogrammen, mittels Bildtonträgern zum Beispiel DVD, Blu-ray, VHS-Kassetten, USB-Stick/Festplatten, OnDemand-Dienste.

Um Rechtssicherheit zu erhalten, hat die Bundesvereinigung der Musikveranstalter (BVMV), Verhandlungen mit der MPLC zu einem Gesamtvertrag aufgenommen, die aber nun gescheitert sind. MPLC kommt nun wieder verstärkt auf Schulen und Kommunen wie auch Medienzentren zu.

Daher ist es wichtig, dass die Kommunalen Spitzenverbände und auch das Kultusministerium im Bereich der „öffentlichen Wiedergabe“ an Schulen die Rechtsauffassung vertreten, dass Filme, die im Klassenverband im Unterricht gezeigt werden, nicht dem Rechtsbegriff „öffentliche Wiedergabe“ zuzurechnen sind.

Diese Auffassung wird von der MPLC nicht geteilt. Offensichtlich hat die MPLC deshalb angekündigt, gezielt gegen nach ihrer Auffassung unzulässige Filmnutzung an Schulen, Kitas etc. vorzugehen und rechtliche Schritte einzuleiten, wenn nachweislich MPLC-Repertoire ohne einen Lizenzvertragsabschluss gezeigt wird.

Weitere Information: http://blog.mplc-film.de/filmnutzung-in-der-schule-wann-brauche-ich-eine-lizenz/

Quelle: https://www.lmz-bw.de/